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Krakau, Winfried

Winfried Krakau, geboren 1929 in Noßwitz, bei Glogau in Schlesien, kam 1945 als heimatvertriebener Volontärkartograph nach Luckau/NL und bestand dort 1950 das Abitur. Er studierte in Potsdam Psychologie, Philosophie, und Pädagogik. Politische Kontroversen führten 1952 zur Relegation. Im Vermessungsamt Brandenburg und dem Folgebetrieb Kartographischer Dienst begann daraufhin sein beruflicher Lebensweg als Kartograph. Durch Fernstudien bildete er sich zum Ingenieurkartographen und Diplomingenieur fort und wurde schließlich als Lehrausbilder, Brigadeleiter, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Ingenieur für Rationalisierung und Redakteur beschäftigt. Er arbeitete im Bereich topographischer und thematischer Karten an deren Herausgabe, Gestaltung und Technik. Seine Promotion zum Dr.-Ing. erfolgte im Jahre 1977 zur Problematik von Zeichensystemen bei der Abbildung territorialer Strukturen. Nach der Wende wurde er Abteilungsleiter Kartographie im Landesvermessungsamt Brandenburg. Zahlreiche Artikel zu kartographischen Fragen erschienen in der Fachpresse. Seine außerberuflichen Studien betrafen die Philosophie der Ideologien und geschlossenen Gesellschaftssysteme, insbesondere die der Religionen. 2007 erschien sein Buch »Vernunft contra Glaube. Offenbarungen der Vernunft, Weltverständnis und Moralbegründung durch Nachdenken«. Hier entwickelte er ein konsequent evolutionär-monistisches Welt- und humanistisches Menschenbild als Gegenentwurf zum Dualismus von Hans Küng in »Der Anfang aller Dinge«.