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Schoß, Dieter Robert; Schoß, Robert Friedrich

Robert Friedrich Schoß wurde 1898 als viertes Kind des Schuhmachermeisters Friedrich Christian Schoß in Veltheim am Fallstein geboren. Nach Abschluss seiner dreijährigen Schuhmacherlehre 1915 ward er zum Militärdienst eingezogen und war bis zum Ende des Ersten Weltkrieges Soldat des Kaiserlichen Heeres in Frankreich. Danach übernahm er die Werkstatt seines Vaters und baute um 1930 auch einen landwirtschaftlichen Familienbetrieb auf. Im Zweiten Weltkrieg war er wegen seines Alters und seiner Sehschwäche als Wachsoldat in Halberstadt eingesetzt. In den Jahren 1956 bis 1960 schrieb er Gelegenheitsgedichte für familiäre Anlässe und ließ sich anregen, plattdeutsche Erinnerungen an das ländliche Leben in der Kaiserzeit aufzuzeichnen. Er verstarb 1972 in Veltheim, sein Grab auf dem dortigen Friedhof wird auch künftig von den heutigen Bewohnern seines Geburtshauses gepflegt.

Dieter Robert Schoß von Veltheim am Fallstein, geboren 1937, aufgewachsen im Krieg, besuchte die heimatliche vierklassige Dorfschule und machte das Abitur an der musischen Gerhart-Hauptmann-Oberschule in Wernigerode. Nach Tätigkeiten als Bühnenarbeiter und Regieassistent am Volkstheater Halberstadt studierte er an der Theaterhochschule Leipzig. Er arbeitete als Diplomtheaterwissenschaftler und Chefdramaturg am Volkstheater Rostock, Lehrbeauftragter an der Staatlichen Schauspielschule Rostock sowie Theaterpädagoge und Leiter der Hochschule für Schauspielkunst Rostock, ist freischaffender Schriftsteller in Warnemünde.

Dieter Robert Schoß von Veltheim am Fallstein
Theaterwissenschaftliche Schriften
Texte für Kabarett, Theater und Hörfunk
Erzählungen
Gedichte und Lieder in zahlreichen Zeitungen und Anthologien
Lyrikbände
»O wunderbares Singen, Minnelieder für Maria Helenka«, 2005
»Überall ist Krieg, Wider-Sprüche«, 2006
»Der Winter wird vergehen, Naturlyrik«, 2006
»Ich hätte gern ein Kätzchen, Kinderträume«, 2007
»Es flog eine Flunder, Küchenphantasien«, 2007
»Auf der Mundharmonika, Jugendromanzen«, 2008
»Viele bunte Segel, Genrebilder«, 2008
»In dem Garten meiner Lüste, Lust-Spiele«, 2009
»Es treibt ein stetes Fließen, Zeitglossen«, 2009
»Tritt ein zu mir, Liebesbriefe an Maria Helenka«, 2010
»Von Unrast und Lust getrieben, Spurensuche«, 2010
»Der Mensch an sich ist gut, Sinngedichte«, 2011
»Und morgen geht es weiter, Alltagsgeschichten«, 2011
»Mit Frauen kann man nicht, Miniaturen«, 2012
»Der Sommer liegt im Sterben, Umweltfreuden«, 2012
»Es flogen mir Gedanken zu, Epigramme«, 2013
»Blumen im Frühlingswind, Kinderreime«, 2013
»Schon pfeifen in deutschen Landen, Spottgedichte«, 2014
»Ich habe das Leben besungen, Selbstbetrachtungen«, 2014
»In den Wind gesprochen, Zwiegespräche mit Maria Helenka«, 2015
»Die Welt hat nun genug von mir, Lebenszeichen«, 2015
Weitere biographische und bibliographische Angaben
Deutsches Schriftstellerlexikon 2007/2008, 2010/2011, Dietzenbach
Kürschners Deutscher Literatur-Kalender 2008/2009, 2010/2011,
2012/2013, 2014/2015, Berlin, New York, Leipzig, München
Deutsche Nationalbibliothek http://dnb.d-nb.de