Abgesänge und Aufheiterungen Gedichte 3

Fraganter, Kurt

»Die ausweglose Melancholie verkommt ohne die Lichtpunkte der Ironie zum unheilvollen Mahlstrom. Dem Menschen als Einzelwesen ist eine eigene Wegstrecke vorgegeben, möglicherweise ein Auftrag, ihn zu bestehen. Wandel, Vergänglichkeit, Vergehen und Tod sind nicht einfach Kontrapunkte, sondern Teil unserer Existenz, manchmal Begleiter, dann auch Begegnungen, immer aber Ereignisse in unserem Bewusstsein. Der Humor (so auch die Ironie), Visionen, Träume, Hoffnungen helfen uns, nicht im Nachdenklichen zu verharren oder auf Nachdenklichkeit zu beharren, stattdessen uns zu erheben und zu handeln. Lebensfreude und Lebenslust, so auch im Augenblick, dürfen nicht unerkannt und unerfahren an uns vorübergehen, wie etwa an jenem kühlen Sommermorgen an der Maginot-Linie in Lothringen, als aus dem taufeuchten Gras über alten Befestigungsanlagen eine Lerche aufstieg, um ihr Lied zu trällern. Schön, berührend.« K. F.

Über den Autor

Kurt Fraganter, geb. 1957 in Zürich. Schulen, Berufs- und Weiterbildungen in Zürich, später Bern. Seit 1992 in Winterthur wohnhaft, im Gesundheitsbereich beruflich tätig. Mütterlicherseits Wurzeln in Kärnten/Österreich. Auslandsaufenthalte 1985 und 1986 (USA) sowie 1987 bis 1989 (Deutschland). Fernreisen in Südamerika 1980 (Ecuador, Galapagos, Peru, La Paz/Bolivien) und 1982 (Kolumbien, Trinidad).

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