Ein (Mani-)Fest der Poesie

Weselbach, Jean

»Poesie«, so heißt es im Prolegomenon zu Jean Weselbachs »(Mani-)Fest der Poesie«, »ist wesentlich ein Werk der Freiheit und einer offenen Tiefenstruktur. Wenn es gelingt oder glückt, empfindet dies jeder als das Sich-ereignen des Es. Nicht wir sprechen, sondern Es spricht. Ein solches Sprechen, in dem Es spricht, nennen wir Dichten oder Singen. Vor allem ist Dichten das Vollbringen der Hermetik des Sprechens. Dichten ist das ›Geheimnis‹ des Sprechens [vgl. Heinrich Rombachs 1991erschienene Schrift Der kommende Gott: Hermetik – eine neue Weltsicht].« Für seine in diesem Sinne logosophische Poesie wünscht Weselbach seinen Lesern eine gute Ein- und Auslese, die ihnen vielleicht auch einen »associative mind, eine verstärkte Assoziativität des Geistes, verschafft oder auch Einsicht in ein neues Denken beziehungsweise Dasein hervorrufen kann«.

Über den Autor

Jean Weselbach – Poeta doctus, alias Hans Schwäble: Studium der Philosophie, Anglistik und Theologie an den Universitäten Würzburg, Tübingen, Nottingham und Cambridge (GB). Veröffentlichungen: »Euphorismen. Eine Reflexionszonenmassage« (2001), »Das Wort will Wirklichkeit« (2005), »Der Gedanke steht im Wort« (2010). Des Weiteren diverse Essays und über 60 Sinnspruchkarten. – Im deutschen lyrik verlag (dlv) erschien 2015 der Gedichtband »Ein (Mani-)Fest der Poesie«.

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