Faust Ein dramatisches Gedicht

Schuhmann, Meno

Meno Schuhmanns dramatisches Gedicht »Faust« pflegt bewusst die Tradition klassischer Form, wirft jedoch aktuelle Fragen der modernen Naturwissenschaften und Philosophie auf, wie zum Beispiel der Atomtheorie, insbesondere der Unschärferelation, der Grenzen der Rationalität, des Sinns der Schöpfung und vieles andere mehr. Faust tritt als Mensch einer Umbruchzeit auf, der »Alles ist richtig, alles ist falsch-Gesellschaft«, der Welt der letzten Menschen im Sinne Nietzsches. Mephisto steht nicht für den Teufel des christlichen Verständnisses, sondern bleibt hier beschränkt auf die Welt der Menschen und ihrer Moral, ironischerweise sogar in Abhängigkeit zur modernen Medienwelt. Mephisto ist Symbol des Nihilismus, Faust gestaltet sich als dessen Überwinder. Stella schließlich strahlt als Inbegriff des Schönen, des Liebreizes, der Liebe selbst, und einzig sie vermag Faust, wie auch den Menschen allgemein, aus seiner existenziellen Trauer zu befreien.

Über den Autor

Bücher von Meno Schuhmann
im deutschen lyrik verlag (dlv) und im Karin Fischer Verlag:

»Das Leuchten der Dinge · Gedichte« (2008)
»Faust · Ein dramatisches Gedicht« (2010)
»Grenzüberschreitungen · Gedichte« (2012)
»Verwandlungen · Gedichte« (2014)
»Faust II · Ein dramatisches Gedicht«
»Des Schauspiels zweiter Teil« (2016)
»Fließendes. Gedichte« (2019)
»Zarathustra.Nietzsche-Variationen« (2019)

Autoren von A-Z