Meine stillen Gedichte

Pouthier, Pierre Georges

In das Gedicht Stille
eingehn

wenn Regen
leise tröpfelt

wenn dein Lächeln
meinem Lächeln begegnet

wenn Beten
Schweigen wird –

da öffnet sich jener Raum
grenzenlos

darin das Heute dem Gestern
wie dem Morgen die Hand gibt

darin Engel lobsingen
in lebendigem Licht

darin wir atmen
das Werdewort Gottes

grenzenlos –

Aus dem Gedicht Stille
ausgehn

da färbt sich Alltagsgrau
ganz sacht mit Bläue

da verliert die Lebenspflicht
ganz leicht an Schwere

Frucht dieser inneren Arbeit
sind meine stillen Gedichte

Nimm dir davon
was du zur Wegzehrung brauchst

Über den Autor

Pierre Georges Pouthier, 1957 in Baden-Baden geboren, Lehrer i.R., lebt in Düsseldorf; schreibt Lyrik, essayistische und erzählende Prosa. – Veröffentlichungen: »Studien zu Peter Hille und Yvan Goll«; ein Band »Kleine Prosa«, mehrere Gedichtbände sowie Beiträge in Zeitschriften und Anthologien.
Weitere Gedichtbände von Pierre Georges Pouthier in der Buchreihe »edition anthrazit des deutschen lyrik verlags (dlv)«: »Ein Beutel voll Nüsse« (2005), »Ein Büchlein Reime« (2005), »Liebesgedichte 1982–2006« (2006), »Schmerzkristalle« (2008), »Golden grün die Liebe« (2010), »Ich danke dem Schnee« (2012), »Langsam wächst Antwort« (2013), »Mein betender Geist umarmt die Erde« (2015), »Lebensmosaik« (2016, »Heimatorte« (2019).) und zuletzt »Meine stillen Gedichte« (2021).
Porträt und Leseproben des Autors in »Deutsches Jahrbuch für Lyrik«, 1. Jahrgang, 2009, Band 1, Karin Fischer Verlag, Aachen.

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