Mit Blindheit geschlagen Gedichte

Hoffmann, Rosemarie

DIE MENSCHHEIT
ist oft mit Blindheit geschlagen,
sieht weg,
wenn ein anderer
unsere Hilfe braucht.
Ist viel zu oft
mit sich selbst beschäftigt;
sich bloß nicht einmischen:
»Was geht uns das an!«
Da werden Kinder
geschlagen und misshandelt.
Jugendliche
prügeln auf andere ein;
treten gegen wehrlos am Boden Liegende,
manchmal kann so ein Tritt
auch tödlich sein.

Über den Autor

Rosemarie Hoffmann, geb. 1952 in Dortmund-Dorstfeld. Acht Jahre Volkshochschule, danach Friseurlehre, ab 1974 vierzig Jahre bei einer großen Versicherung als kaufmännische Angestellte. Lebt seit ihrem Ruhestand mit ihrem Mann in zweiter Ehe abgeschieden bei Büren, dem »Tor zum Sauerland«. Aus Kinderliebe hat sie sich zur Tagesmutter ausbilden lassen, derzeit betreut sie ein Tageskind. Die Autorin hat bereits im Alter von dreizehn Jahren ihre ersten Gedichte geschrieben, mit sechzehn folgten erste Kurzgeschichten. Ihr Schreiben wurde beeinflusst durch einen besonderen Menschen, ihren Seelenverwandten und ihre große Liebe. Von 1978 bis zu seinem Tod 1991 sind die meisten ihrer Werke entstanden, von denen eine Auswahl in diesem Band versammelt ist. – Rosemarie Hoffmann ist Gewinnerin eines Autorenwettbewerbs mit dem Text »Als man dich zum Leben erweckte …«, der 1993 gemeinsam mit Texten anderer »Neu«-Autoren in dem Band »Poetische Texte … Stark genug, um schwach zu sein«, hrsg. von Kristiane Allert-Wybranietz, veröffentlicht wurde.

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