Spuren

Welter, Rudolf

Stationen/Erlebnisse/Beobachtungen im Leben des Erzählers ––– von der langsamen Ausdehnung der Welt des Buben über Wanderjahre in nahen Gegenden bis zur fremden Weite des Weltenreisenden und seiner Rückkehr in die Heimat.
»Auf seinem Weg zurück an seinen Heimatort sah er von einer Brücke aus einen Rangierbahnhof unter sich. Da wurden Güterwagen über Ablaufberge zu langen Zügen zusammengestellt, von Hauptgleisen zweigten mittels Weichen Züge wie von Geisterhand gestellt auf Nebengleise ab, vor dem Aufprall auf andere Wagen wurden die Wagen abgebremst. Puffer sorgten dafür, dass Wagen nicht über die Enden von Schienensträngen hinausschossen. Als er das geschäftige Geschehen unter sich beobachtete, ging ihm plötzlich durch den Kopf, dass ein Rangierbahnhof eine Metapher für sein bisheriges Leben sein könnte: Mögliche Weichenstellungen, selber oder fremd gestellt, von einer Haupttätigkeit auf Nebentätigkeiten und wieder zurück zur Hauptbeschäftigung. Weggabelungen, bei denen Entscheidungen gefällt werden mussten.«

Über den Autor

Rudolf Welter, geb. 1935 im schweizerischen Wetzikon. Grundschulen, Dachdeckerlehre, Kunstgewerbeschule, Studium der Architektur, Städtebau und Umweltpsychologie an der University of Michigan (USA), Doktorat an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Bücher und Fachartikel im Umfeld der Kommunalen Alterspolitik.

Autoren von A-Z