Verwandlungen Gedichte

Schuhmann, Meno

Die Bindungen sind
unterbrochen,
und Ketten legen sich
um das Geviert,
in dem du dich
vor einer Welt verkrochen,
die sich nun langsam
in dir selbst verliert.
Verzweiflung geht
durch Dämmerungen,
vergangene Bilder
wehen durch den Raum,
im Zigarettendunst der Irrungen
verfällst du einem
unbestimmten Traum.
Du könntest durch die Tür.
Kommunizieren,
doch mutlos sinkt die Hand zurück,
vielleicht aus einer Angst,
zu resignieren
an fremdem Herzen
oder Lebensglück.
So fallen Stunden
ohne Handlung,
Verlassensein
schlägt dich
in seinen Bann,
und eine düstere Verwandlung
kündigt sich
deinem Wesen an.

Über den Autor

Bücher von Meno Schuhmann
im deutschen lyrik verlag (dlv) und im Karin Fischer Verlag:

»Das Leuchten der Dinge · Gedichte« (2008)
»Faust · Ein dramatisches Gedicht« (2010)
»Grenzüberschreitungen · Gedichte« (2012)
»Verwandlungen · Gedichte« (2014)
»Faust II · Ein dramatisches Gedicht«
»Des Schauspiels zweiter Teil« (2016)
»Fließendes. Gedichte« (2019)
»Zarathustra.Nietzsche-Variationen« (2019)

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